Klingt marzialisch – wenn man den Hintergrund kennt, ist es das aber auch ! Da die geswitchten Server, bei denen derzeit das Schadprogramm aufläuft, zum 9. Juli abgeschaltet werden, werden die infizierten Rechner wohl nicht mehr korrekt arbeiten. Die Überprüfung, ob sie eine solche Schadsoftware auf ihrem Rechner haben, ist denkbar einfach. Das BSI hat eine spezielle Webadresse geschaltet, in der man in Sekunden prüfen dies prüfen kann … www.dns-ok.de Der ausführliche Artikel von FOCUS Onlineinformiert ausführlich über Hintergründe und Lösungen.
Gefahr durch DNS-Changer – Wer nicht aufpasst, hat ab Montag kein Internet mehr…
Zehntausende PCs sind mit der Schadsoftware DNS-Changer infiziert. Wer sie bis Montag, 9. Juli, nicht entfernt hat, kommt nicht mehr ins Internet.
Auch wenn die Geschichte auf den ersten Blick skurril klingt: Die Schadsoftware DNS-Changer ist nicht zu unterschätzen. Befindet sie sich am Montag, 9. Juli, noch auf einem Computer, kann dieser keine Internetverbindung mehr herstellen. Das Problem ist seit Monaten bekannt, die User haben nun noch eine letzte Chance, ihre Rechner zu überprüfen …
In großem Stil Schadprogramme installiert
Das BSI sprach die Warnung aus, weil Internetkriminelle in großem Stil Schadprogramme installiert haben sollen. Das betrifft das sogenannte DNS, das Domain Name System. Dieser Dienst setzt die eingegebenen URLs, also Internetadressen wie http://www.focus.de, in IP-Adressen um. Die Kriminellen sollen die Netzwerkkonfiguratuionen von PCs und Macs durch den Eintrag neuer DNS-Server manipuliert haben – und dabei die Schadsoftware DNS-Changer benutzt haben. Bei einer Infektion mit der Schadsoftware führt eine Eingabe in den Browser nicht zur gewünschten Seite, sondern unbemerkt auf manipulierte Domains. Dort werden beispielsweise Spam oder Viren verbreitet …
Selbsttest mit Hilfe
Die mutmaßlichen Urheber des Schädlings sind längst gefasst. Die US-Bundespolizei FBI und europäische Ermittler verhafteten die Mitglieder des „DNS-Changer-Botnettes“ im November 2011. Das FBI ersetzte die manipulierten DNS-Server anschließend. Doch das wurde zu einem Problem: Diese korrekt arbeitenden Server sollten zum 8. März 2012 abgeschaltet werden, später verschob das FBI diesen Termin auf den 9. Juli. Wenn ein Rechner dann immer noch infiziert ist, arbeitet er wahrscheinlich nicht mehr richtig …
- ► So testen Sie in wenigen Sekunden Ihren ComputerOb der eigene Computer befallen ist, kann jeder selbst überprüfen: Das BSI hat einen Selbsttest auf der Webseite dns-ok.de installiert. Dieser meldet mit rotem oder grünem Signal, ob der Rechner befallen ist. Wenn ja, erhält der Nutzer Hinweise, wie er die Schadsoftware entfernen kann.
- ► Ist Ihr Computer betroffen, reinigen Sie ihn mit dieser HilfeZur Reinigung des Rechners können die Betroffenen beispielsweise die unter botfrei.de bereitgestellten Programme wie den DE-Cleaner nutzen. Das Anti-Botnet-Beratungszentrum ist ein Service von eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. mit Unterstützung des BSI.
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Quelle: Textauszug@FOCUS Online

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